bietet psychologische Kompetenz - als dauerhafte Nutzenstrategie für Ihren Alltag

Wenn Klienten mit dem Psychologen zusammenarbeiten, finden Dienstleistungen statt. Die Gestaltung dieser Zusammenarbeit ist sowohl professionell durch den Psychologen, als auch durch Sie, den Klienten, verantwortet.

Verantwortung heißt hier, Sie informieren sich und wählen eins der Angebote aus:
Wenn Sie ein Angebot nutzen wollen, nehmen Sie "Kontakt" mit uns auf.

Coaching:
Wer Themen verhandeln will, oder als Arbeitgeber verhandeln lassen will, die
  • berufsbezogen genau jetzt drängend beschäftigen, oder wer die
  • Steigerung sozialer Kompetenzen, Newcomer-Karriereberatung und soziales Konfliktmanagement aufgrund aktueller Anlässe sucht, und auch der
  • einsamen Führungskraft oder dem Freiberufler, der einen Dialogpartner "für Freud und Leid im Beruf" wünscht,
dem sei zu dieser Beratungsform geraten.

Oftmals werden soziale Steuerungsfunktionen und Kenntnisse über Menschen-Gruppen-Organisationen nicht in beruflichen Erstausbildungen erworben. Selbst- und Personalsteuerungsaufgaben sind aber Anforderungen, die in allen Betrieben, Verwaltungssystemen und Dienstleistungseinrichtungen anfallen! Sie betreffen alle Ebenen, also Freiberufler, Abteilungsleiter, Vorarbeiter oder Kindergarten- oder Stationsleitung.
Coaching ist eine sehr an die Bedürfnisse des Klienten angepasste, spezialisierte Variante von Supervision und Personalentwicklung. Coaching wird zur wirtschaftlichen Beratung, wenn das Ziel der Einrichtung zum Beispiel Gewinnmaximierung oder Qualitätssicherung von Arbeitsplätzen ist. Methodisch dominiert eine professionelle Gesprächsführung, erlebnishafte Phänomene können im Rollenspiel, komplexe organisatorische Situationen und Prozesse mit Medien kreativ verarbeitet und verstanden werden. Übung, Modellernen, Wissensvermittlung stärken die berufliche Kompetenz.
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Gesundheitsförderung:
Psychische und körperliche Widerstandskraft, positive Lebenseinstellungen, Bewältigungskompetenzen und sozialer Rückhalt sind die Gesundheitsentwicklung beeinflussende Faktoren. Gesundheitsförderung will diese Schutzfaktoren mobilisieren und erhalten. Solche Gesundheitsleistungen sind Wunschleistungen und es besteht kein Erstattungsanspruch gegenüber den Krankenkassen.
Grundsätzlich gibt es viele gute Selbsthilfebücher, Selbsterfahrungskurse, Lehrer, Fort- und Weiterbildungskurse. Speziell in meiner Praxis können Sie folgende Angebote nutzen:

  • Gesundheits- oder Stressbewältigungstraining in Gruppen
  • Psychodrama-Gruppe
  • Systemische Beratung für Paare
  • Coaching für privat anfragende Einzelpersonen. siehe auch oben

Psycho-somatische Grundversorgung:
Psychosomatische Grundversorgung ist von den Krankenkassen finanzierte Leistung und hat fünf Schwerpunkte

  • Diagnostik
  • Indikationsstellung
  • Basisbehandlung
  • Prophylaxe
  • Motivierung
Auch vermittelnd oder wartend auf einen Psychotherapieplatz bieten wir vorgelagerte Diagnostik und psychologisch-körperliche Basisversorgung an. Die ist gut, weil bei jeder psychischen und somatischen Störung der Körper und dessen Anspannung mit betroffen ist. Wird die Anspannung zuerst verringert, verbessert sich schon der emotionale Druck wie das körperliche Grundbefinden. Wir entspannen mit einer auf unsere Praxis hin modifizierten Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson. Das Ziel ist, zu verstehen und zu üben, wie Spannung, Druck, Temperament, Unkonzentriertheit, Schlafstörungen, Bluthochdruck und seelische Probleme allgemein positiv beeinflusst werden. nach oben

Psychotherapie:
Allgemein ist Psychotherapie eine besondere Beziehung, in der Klienten eine professionelle psychologische Hilfe bei der Bewältigung ihrer Schwierigkeiten erhalten. Veränderungen werden zielgerichtet und absichtlich durch Sprechen und Handeln des Therapeuten und des Klienten herbeigeführt.
Das Vorgehen des Therapeuten erfolgt auf anerkannt wissenschaftlich begründeter und evaluierter Basis. Der Verlauf einer Psychotherapie ist dabei prinzipiell strukturiert und geplant: Symptomatisch und psychisch beeinträchtigte Menschen
  • wenden sich aus eigener Initiative direkt an einen Psychotherapeuten,
  • werden als Patienten vom Hausarzt weiter verwiesen, oder
  • haben anderweitige fachärztlichen Abklärungen hinter sich.
  • Manchmal führt sie der Rat einer Freundin oder des Partners in die Praxis. Seltener hat sie
  • die Zuspitzung der Symptomatik zu einem stationären Aufenthalt gezwungen, in deren Anschluss sie eine ambulante Nachbehandlung suchen.
Um zu klären, ob eine "psychische Störung von Krankheitswert" vorliegt - wichtig für Kostenträger -, findet eine diagnostische Phase statt. Mit einem
  • Erstgespräch: Im ersten Kontakt lernen Patient und Therapeut sich kennen, tauschen Informationen aus und sprechen über Symptome, Probleme und Ziele. Auf dieser Basis berät der Therapeut über das weitere Vorgehen.
  • Probatorische Gespräche: Nach dem Erstgespräch können vier weitere Gespräche zur Probe folgen. Sie dienen dem vertiefenden Kennenlernen und der Entwicklung eines Störungs- und Behandlungsverständnisses. Wichtig ist, ob beide Personen eine therapeutische Bindung aufbauen können. Wenn der Patient das Gefühl hat, "die Chemie stimmt nicht, es entsteht kein Vertrauen", könnte er das vertrauensvoll ansprechen oder diesen Anfang einfach ohne Erklärung abbrechen. Auch der Therapeut kann in dieser Phase rechtmäßig die Zusammenarbeit niederlegen.
Die Anfangsklärung endet mit der Stellung einer Diagnose. Grundsätzliche Schwerpunkte liegen in meiner Praxis auf der Behandlung von Erwachsenen mit
  • Ängsten
  • Depressionen und suizidalen Krisen
  • Posttraumatischen Belastungs- und Anpassungsstörungen
  • Zwängen
  • Psychosomatischen Störungen, Essstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Sexuellen Funktionsstörungen und
von Jugendlichen mit
  • Ängsten
  • Depressionen
  • Essstörungen.
Mit der Diagnosestellung und der Entscheidung zur Zusammenarbeit wird mit dem Antrag an die Krankenkasse eine längere therapeutische Phase eingeleitet. Grundsätzlich existieren drei mit den Krankenkassen abzurechnende Verfahren. Alle Therapeuten müssen eine Zeitleistung von 50 Minuten pro genehmigter und abgerechneter Sitzung erbringen.

Neben der "Verhaltenstherapie" und "Psychoanalyse" ist die von mir praktizierte "tfPT" das am häufigsten in Deutschland angewandte Verfahren.
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (tfPT) soll hier erklärt werden: Patient und Therapeut sitzen einander gegenüber und sprechen miteinander. Beide konzentrieren sich auf aktuell wirksame, reale Schwierigkeiten. Der Patient gewinnt ein tieferes emotionales Verständnis der Symptome und Einsichten und erhält so Anregungen. Er nutzt dies fortlaufend für gewünschte Veränderungen.
    Menschen sehen häufig von allein Zusammenhänge zwischen Beschwerden und "aktuellen sozialen Konflikten". Sie erleben Krisen am Arbeitsplatz, Streit in der Familie oder sie befinden sich in Schwellensituationen, das heißt Lebenssituationen mit starken Veränderungen wie Erwachsenwerden, Paarbildung, Trennung, Familiengründung, Verluste oder eigene Todeserwartung.
    Doch nicht alle Menschen in solchen Krisen sind blockiert oder krank. Warum? In der aktuellen Lebenssituation eines Patienten spielt auch „Altes“ und „Früheres“ aus der Lebensgeschichte eine Rolle. Unbewusste oder nur teilweise bewusste "innere Konflikt-Lösungs-Muster" oder nicht bewusste abgewehrte tiefe Ängste, die „Notfallreaktionen“ bewirken, wurden in der Persönlichkeitsentwicklung fest geprägt. Diese verinnerlichten Muster und Ängste steuern den Patienten einseitig unfrei in aktuellen Schwierigkeiten. Das so genannte Unbewusste in der Persönlichkeitsstruktur und die Unfreiheit, der Wiederholungszwang, sind wesentliche Ursache für psychische Störungen und Einseitigkeiten.
    Die tfPT versucht auch das „Alte“ zu verstehen, damit das neue Aktuelle und Zukünftige dauerhaft besser gelöst werden kann. Das Ziel ist, die Muster bewusst aufzulockern oder Struktur den tiefen Ängsten gegenüber aufzubauen, um mehr Freiheit und Gesundheit zu bewirken.
    (Zum Beispiel wird Hilflosigkeit durch eine aktuelle soziale Situation wachgerufen. Sie bewirkt Blockaden emotionaler Muster im betroffen Menschen; der kann sich ohnmächtig wütend fühlen. Ist dies typisch, können Symptome wegen unterdrückter Aggressivität entstehen.
    Zu dauerhaften Veränderungen führt das Ansprechen und Durcharbeiten aktualisierender sozialer Situationen, der Symptome und die Erregung der alten Konfliktmuster - in dem Beispiel der Hilflosigkeit und gerade auch der Angst vor ohnmächtiger Wut - , wenn anschließend eine Klärung und Hemmung der alten Konfliktmuster erfolgt und neue Problemlösungen und neue emotionale Muster gebahnt werden. - Aus der hilflos-wütenden wird vielleicht eine selbstsichere Person.)
In der abschließenden Phase gilt es, das Erreichte zu bewerten, anzuerkennen und auf Dauer zu sichern. nach oben

Quellen:
Bastine, R., Fiedler, P.A., Grawe, K., Schmidtchen, St., Sommer, G. (Hrsg.) 1982: Grundbegriffe der Psychotherapie. Weinheim. Edition Psychologie.

Flamme, N. 2002: Coaches - Gurus in Nadelstreifen? Eine empirisch-wissenschaftliche Orientierung im Coaching, begründet aus der Psychotherapieforschung. OSC, 3, 205-215. Leverkusen. Leske+Buderich.

Kaluza, G. 1996: Gelassen und sicher im Stress. Berlin. Springer.

Rudolf, G. (2013): Strukturbezogene Psychotherapie. Stuttgart. Schattauer.

Schreyögg, A. 1999: Coaching: eine Einführung für Praxis und Ausbildung. Frankfurt am Main. Campus.

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